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Oßmannstedter Studien 3

 

 

 

Hendrikje Schauer

Beobachtung und Urteil. Literarische Aufklärung bei Lessing und Wieland

 

 

Inhalt

Einleitend: Aufklärung und Urteilskraft

Erster Teil. Klugheit und Urteilskraft     

A. Antike Grundlegung: Phronesis und Prudentia

I. Aisthesis nach Aristoteles: Moralische Wahrnehmung und Situationssinn

1. Moralische Überlegung und Situationssinn

2. Moralische Aisthesis   

3. Grenzen der Einsicht: Die Ethik als Wissenschaft von den menschlichen Dingen     

II. Ciceros skeptische Philosophie: Prudentia und Decorum   

1. Moralische Angemessenheit: Honestum und Decorum

2. Ciceros moralische Skepsis und philosophische Rhetorik: Prudentia und Iudicium 

III. Moralischer Geschmack und ästhetische Erziehung in der antiken Tugendlehre

1. Moralischer Takt und Feinsinn: Die Tugenden der Urteilskraft 

2. Moralische Nachahmung und ästhetische Erziehung

B. Intermezzo: Begriffliche Verschiebungen

1. Phronesis – Prudentia – Klugheit

2. Moralischer Geschmack – Common Sense – Urteilskraft

C. Aufklärung und Urteilskraft

I. Sapere aude: Selbstdenken und Vorurteile

II. Ethische Gewissheit?

1. Ethicae more geometrico und die Gewissheit des Gefühls

2. Warum nicht Kant?

3. Ein moralischer Sinn für die Welt: Sensus communis und Takt

III. Moralische Perspektiven und ästhetische Erziehung

1. Moralische Vollkommenheiten? Kritik der Schwärmer und Fanatiker

2. Moralische Sensibilisierung: Die Leistung der Literatur

 

Zweiter Teil. Die Tragödie als sokratische Kunstform: Lessings Hamburgische Dramaturgie

A. Die Hamburgische Dramaturgie: „dass das Theater die Schule der moralischen Welt sein soll“

I. Abstrakte und konkrete Tugend: Gelehrte, moralische und dramatische Welten

1. Gelehrte und moralische Welten Kenntnis der Umgangsformen und des menschlichen Herzens

2. Die dramatische Welt

II. Die dramaturgischen Werke

III. Dramaturgische Kontinuitäten und Leitbegriffe

1. Natürlichkeit und Wahrscheinlichkeit

a. Aufführungspraxis und dramatische Illusion

b. Aufbau des Dramas

c. Emotionale Wirkung

2. Die moralische Lehre

IV. Die philosophische Absicht der Dichtung: Moralische Aisthesis

1. Bessernde Wirkung des Dramas

2. Kontraste und Wahrscheinlichkeiten – Komödie und Tragödie

B. Sympathetisches und tragisches Mitleid: Mitleidsbegriffe in der Hamburgischen Dramaturgie

I. Lessing und die Philanthropie: Die Problematik des Mitleidens

1. Mitleid rationalistisch: Erkenntnis des Guten

2. Mitleid als moralisches Gefühl

3. Kontinuitäten und Differenzen: Briefwechsel und Dramaturgie

II. Lessing und die Sympathie: Mitleid, ästhetisch

III. Imitatio naturae: Absolute und poetische Wahrheit

C. Furcht und Mitleid: Tragische Katastrophen

I. Was wir fürchten: Unglück und Hamartia

II. Tragische Katharsis

1. Die problematische Moralität des Mitleids

2. Mitleid und Furcht als Rezeptionshaltungen

 

Dritter Teil. Sokratisches Erzählen: Wielands Romane

1. Der Blick in die Welt und die Poetik der Romane

2. Das Romanwerk

A. Moralische Wahrnehmung: Wielands frühe Romane

I. Wunderbares und Natürliches: Der Erzähler als Moralist

1. Moralischer Egoismus und das Privileg des Zuschauers

2. Einbildungskraft und Urteilskraft: Die Poetik der frühen Romane

a. Wahrscheinliche Geschichten: Pragmatisches Erzählen

b. Erzählstrategien: Erzählerische Sympathielenkung

II. Der Sieg der Natur über die Schwärmerey oder die Abentheuer des Don Sylvio von Rosalva

1. Aufklärung und Vorurteil: Moralischer Egoismus und Sensus communis

a. Fremde und eigene Laster: Moralische Schwärmerei und moralischer Egoismus

b. Urteil und Vorurteil: der Common Sense des aufgeklärten Jahr-hunderts

2. Don Sylvios Schwärmerei und Shaftesburys Spottprobe

a. Don Sylvio als Aufklärer

b. Die Realität der Erkenntnis

3. Die Glaubwürdigkeit des Geschichtsschreibers

III. Geschichte des Agathon

1. Agathons Tugendschwärmerei und Shaftesburys Selbstgespräch

a. Moralische Ideale und Selbsterkenntnis: Der circulus vitiosus der Schwärmerei

b. Moralischer Egoismus und politischer Rigorismus

2. Die Tugendfrage: Mäßigung und Klugheit

a. Klugheit und Moral: Der politische Roman

b. Die Tugendprobe: Der erotische Roman

3. Entwicklung oder Zirkel: Vollkommene Tugend und idealische Enden

a. Die Unmöglichkeit vollkommener Tugend:

Das Romanende in der ersten Fassung

b. Das Romanende in der zweiten und der dritten Fassung

c. Nachspiel im Elysium

IV. Ausblick

B. Das Schlüsselloch in die Welt: Wielands Romane der siebziger Jahre

I. Historische Menschenkenntnis: Hypothetische Geschichten des menschlichen Verstandes

1. Unparteiische Erzählen: Satiren, Utopien und kosmopolitische Ideale

a. Die Grenzen der satirischen Darstellung

b. Moralische Experimente

c. Das Ideal der Kosmopoliten

2. Satire oder Apologie?

a. Radikale Kritik: Die Geschichte der Torheit

b. Nichts zu viel! Ein Minimum an Weisheit

II. Die Weltbürgerromane: Geschichte der Abderiten und Sokrates mainomenos oder die Dialoge des Diogenes von Sinope

1. Entlarvung und satirische Kritik: Der moralische Egoismus der antiken Stadtbürger

a. Moralische Dummheit und Egoismus: Die Narren und die Reichen

b. Das rechte Maß: Die Reaktion der Kosmopoliten

2. Die Moral der Kosmopoliten

a. Mitleid und Urteilskraft: Das Ideal der Mäßigung

b. Kosmopolitische Utopiekritik

3. Der Blick zurück: Ehrenrettung und Herausgeberfiktion

III. Die orientalischen Romane: Der goldne Spiegel, oder die Könige von Scheschian und die Geschichte des weisen Danischmende

1. Das rechte Maß? Moralische Kritik und skeptische Widerworte

a. Danischmende als Erzieher

i. Ein König einen Freund? Danischmende als Fürstenerzieher

ii. Danischmende als Gesetzgeber und Sittenwächter 

b. Die Repräsentanten der Macht

i. Gebals skeptischer Realismus

ii. Alhafis zynischer Egoismus

2. Aporetische Programme: Danischmendes Ästhetik und Geschichtsphilosophie

a. Moralische Zirkel: Der Historiker und der Geschichtsphilosoph als Erzieher

b. Danischmendes aporetische Geschichtsphilosophie

3. Langsame Aufklärung und gesunde Vorurteile: Die Überlieferungsgeschichten

a. Perspektiven auf die Historie und Moral: Die Kommentatoren

b. Entlarvung des Vorurteils: Pädagogik und Religion

IV. Ausblick

C. Aufklärung und Humanität: Wielands späte Romane

I. Aufklärung und Geschichte: Historiographie im Roman

1. Historische Rettungen

a. Beobachtungspositionen

b. Glaubwürdige Zeugen und unparteiische Geschichtsschreiber

c. Historische und individuelle Standpunkte

2. Geschichtsbilder

a. Historische Helden: Die Anfänge der kritischen Quellenforschung

b. Griechische Aufklärung und römische Kaiserzeit

3. Aufklärung und Antike – Historischer Kreislauf oder geschichtlicher Fortschritt

a. Epochenverwandtschaften

b. Querelle des Anciens et des Modernes

II. Die religionsphilosophischen Geheimbundromane: Peregrinus Proteus und Agathodämon  

1. Moralisches Heldentum: Christus, Peregrin und Apollonius    

a. Gescheiterte moralische Helden  

i. Der betrogene Betrüger: Peregrins Unklugheit         

ii. Priesterbetrug als Aufklärung? Der Geheimbund des Apollonius          

b. Christliche Lebensphilosophie als praktische Weisheit          

2. Geschichte des Christentums

a. Der historische Christus    

b. Der Aufstieg des Christentums    

3. Unklugheit und Übermaß: Religion, Aufklärung und Humanität        

a. Poetik des Sensus communis: Nachsicht und Spott     

b. Religiöse Erziehung? Agathodämons Religionsanthropologie        

III. Aristipp und einige seiner Zeitgenossen       

1. Sokratische und aristippische Philosophie 

a. Praktische Lebensweisheit: Das Muster des Sokrates  

b. Praktische Lebensphilosophie des Aristipp      

i. Hedonist und Weltbürger         

ii. Aristipp und die Sokratiker: Geschichte eines Missverständnisses         

2. Sokrates und die Sokratiker: Philosophiegeschichte im Aristipp

a. Der historische Sokrates    

b. Mathematik und Mythos: Die Dichterphilosophie Platons    

i. Abstrakte Menschen und mathematische Gewissheiten    

ii. Dialogische Kunst? Der platonische Monolog         

3. Aufklärung und Humanität: Philosophie als Lebens- und Urteilskunst

a. Aristippus: Ein Sokratiker nach ciceronischem Modell          

i. Sophistische Rhetorik: Aristipps Urteilskunst          

ii. Beobachtung und Nachahmung: Aristipps Ideal der individuellen sittlichen Form   

iii. Individuelle und sittliche Form: Biographien und philosophische Schulen     

b. Humanität im Urteilen: Die Grenzen der Individuellen Form          

i. Moralisches Heldentum und Übermaß          

ii. Billigkeit und Nachsicht           

D. Sechs Fragen auf sechs Antworten – noch einmal: was heißt Aufklärung    

Abschließend: Beobachtung und Urteil

Siglenverzeichnis   

Literaturverzeichnis

 

Index nominum

 

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